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#Klimastreik am 20. September: Zusammen mit Fridays for Future auf die Straße!

Mitstreiken – aber wie?

Du willst am 25. September am Klimastreik teilnehmen, müsstest aber eigentlich arbeiten? In diesem kurzen Leitfaden zeigen wir Dir Möglichkeiten auf, mit Fridays for Future auf die Straße zu gehen.

Alle Aktionen an diesem Tag werden natürlich Corona-konform stattfinden: mit Abstand, Hygieneregeln und Alltagsmaske. Bitte schaue in unseren Corona-Hinweisen nach, wie du die Gesundheit deiner Lieben und gleichzeitig das Klima schützen kannst.

In Hunderten Städten in Deutschland sind bereits Klimademos geplant – und es kommen täglich neue hinzu. Wo Du Dich in Deiner Region anschließen kannst, erfährst Du hier.

Gemeinsam sind wir stärker – versuche also, Dich mit anderen zusammenzuschließen: Sprich mit Freund*innen und Bekannten über die Klimakrise und ihre Auswirkungen. Erzähl vom Protest der Schüler*innen und warum es auch Dir wichtig ist, Dich am Klimastreik zu beteiligen.

Du kannst auch Deine Kolleg*innen überzeugen, mit Dir auf die Straße zu gehen. Gemeinsam habt Ihr bessere Chancen, Eure*n Chef*in zu überzeugen, dass sie/er euch für die Zeit des Klimastreiks eine längere Mittagspause gewährt oder euch freigibt.

Sprich Dein*e Chef*in auf den Klimastreik an und rege an, dass sich Deine Abteilung oder Dein Unternehmen daran beteiligt. Gute Argumente, die Du dafür anbringen könntest, sind:

  • Es geht um die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder! Falls Dein*e Arbeitgeber*in selbst Kinder und/oder Enkel*innen hat, sprich sie/ihn darauf an.
  • Die Klimakrise wird auch Eure Branche treffen. 
  • Je früher der Umbau zu einer CO2-neutralen Wirtschaftsweise begonnen wird, desto leichter fällt die Umstellung.
  • Vielleicht gehört Dein Unternehmen ohnehin schon zu den Vorreitern in Sachen Klimaschutz? Umso wichtiger, Euch gegenüber der Politik Gehör zu verschaffen, denn viele der weniger nachhaltigen Unternehmen tun dies bereits.
  • Für das Image Eures Unternehmens/Eurer Abteilung ist es gut, sich öffentlich zum Klimastreik zu bekennen – das zeigt, dass ihr an die Zukunft denkt.
  • Wenn die Unternehmensführung das politische Engagement von Euch Beschäftigten unterstützt, seid ihr am Montag auch wieder motivierter bei der Arbeit.
  • Sage Deiner*m Arbeitgeber*in zu, unaufschiebbare Aufgaben vorzuarbeiten und versäumte Arbeit bald nachzuholen.
  • Die Teilnahme an den Demonstrationen kann zum Beispiel als „Betriebsausflug“ organisiert werden, sodass die Teilnahme für Deine Mitarbeiter*innen als Arbeitszeit gilt.
  • Eine ganze Reihe von Unternehmen macht schon mit und beteiligt sich am Klimastreik. Eine Liste von Unternehmen, die sich für Klimaschutz engagieren und die Klimastreiks unterstützen, findest Du auf www.unternehmenfuersklima.de sowie auf www.entrepreneurs4future.de.

Wer sich für die Zeit der Teilnahme am Klimastreik frei nimmt, ist rechtlich auf der sicheren Seite. Dazu gibt es verschiedene Optionen:

  • Nimm Dir eine verlängerte Mittagspause. Schon zwei statt einer Stunde Pause ermöglichen Dir die Teilnahme an den Protesten, wenn sie nicht allzu weit von Deiner Arbeitsstelle entfernt stattfinden. Kannst Du nicht länger pausieren, ist es vielleicht trotzdem möglich, wenigsten kurz in der Mittagspause bei der Demo vorbeizuschauen. Wichtig ist an dem Tag, dass wir alle gemeinsam ein starkes Zeichen für den Klimaschutz setzen – das heißt aber nicht, dass Du den ganzen Tag dabei sein musst. Sei solange dabei, wie Du kannst. Hauptsache Du machst mit!
  • Viele Arbeitnehmer*innen haben ein Arbeitszeitkonto. Falls auch Du dazu gehörst, nutze Deine Teilnahme am Klimastreik um Überstunden abzubauen. Gegebenenfalls ist es auch möglich, die versäumten Stunden später nachzuarbeiten, falls Du gerade keinen Überstundenberg vor Dir herschiebst. In größeren Betrieben sind die Regelungen zu den Arbeitszeitkonten oft in einer Betriebsvereinbarung festgehalten.
  • Nimm Dir für den Klimastreik einen Tag Urlaub. Dein*e Arbeitgeber*in wird dem Wunsch in der Regel nachkommen, wenn keine wichtigen betrieblichen Gründe dagegensprechen. Falls es Einwände gibt, versuche die Bedenken Deiner*s Vorgesetzen auszuräumen und Lösungen aufzuzeigen, wie die versäumte Arbeit vorgezogen oder nachgeholt werden kann. 
  • Wenn Du keine Urlaubstage mehr in diesem Jahr haben solltest, könntest Du auch versuchen, einen Tag unbezahlten Sonderurlaub zu erhalten. Einen Anspruch darauf gibt es aber nicht. Hier bist Du also auf das Wohlwollen Deiner*s Vorgesetzten angewiesen.
  • Wenn Du Schicht arbeitest, versuche mit einer/einem Kolleg*in zu tauschen, der/die nicht plant, am Klimastreik teilzunehmen.

Wenn Du Kinder hast, ist es gut möglich, dass sie über Fridays for Future sowieso am Klimastreik teilnehmen wollen. Dann kann es ein schöner Familienausflug sein, wenn die Eltern ihre Kinder begleiten. Wenn Du in der Zeit des Klimastreiks selbst (kleinere) Kinder zu betreuen hast, bring sie einfach mit. Die Demonstrationen sind friedlich und familienfreundlich. Obendrein lernen Deine Kinder so gleich etwas über politische Partizipation.

In den meisten Fällen ist es auch mit körperlichen Einschränkungen möglich, sich an den Demos zu beteiligen. Wende Dich im Zweifelsfall an die örtliche Gruppe von Fridays for Future, die gerne weiterhilft: fridaysforfuture.de/regionalgruppen/.

Uns ist klar, dass es gute Gründe dafür geben kann, dass Du vielleicht dieses Mal beim Klimastreik nicht dabei bist. Doch auch dann gibt es zahlreiche Wege, den Protest zu unterstützen: 

  • Bestell Dir Flyer und Plakate und hilf mit, den Klimastreik zu bewerben.
  • Rede mit Freund*innen, Nachbar*innen und Bekannten über die Demos und überzeuge sie davon, mitzumachen.
  • Mobilisiere über Deine Social Media-Kanäle für den Klimastreik und bekunde Deine Solidarität mit dem Hashtag #KeinGradWeiter. Sharepics findest du hier.
  • Unterstütze den Klimastreik mit Deiner Spende.

Du hast noch Fragen? Dann schau gern in unsere FAQs!

© Jörg Farys / WWF