#AlleFürsKlima – Aber wie?

Du willst am 20. September am Klimastreik teilnehmen, müsstest aber eigentlich arbeiten?   In diesem kurzen Leitfaden zeigen wir Dir Möglichkeiten auf, mit Fridays For Future auf die Straße zu gehen.

Alle Informationen findest Du auch in unserem druckbaren Leitfaden (PDF).

In mehr als 300 Städten in Deutschland sind für den 20. September bereits Klima-Demos geplant – und es kommen täglich neue dazu. Wo Du Dich in Deiner Region anschließen kannst, erfährst Du unter: www.klima-streik.org/demos

Gemeinsam sind wir stärker – versuche also, Dich mit anderen zusammenzuschließen: Sprich mit Freund*innen und Bekannten über die Klimakrise und ihre Auswirkungen. Erzähl vom Protest der Schüler*innen und warum es Dir wichtig ist, Dich am Klimastreik zu beteiligen.

Du kannst auch Deine Kolleg*innen überzeugen, mit Dir auf die Straße zu gehen. Gemeinsam habt Ihr bessere Chancen, Eure*n Chef*in zu überzeugen, dass sie/er euch für die Zeit des Klimastreiks eine längere Mittagspause gewährt oder euch freigibt. 

Sprich Dein*e Chef*in auf den Klimastreik an und rege an, dass sich Deine Abteilung oder Dein Unternehmen daran beteiligt. Gute Argumente, die Du dafür vorbringen kannst, sind:

  • Es geht um die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder! Falls Dein*e Arbeitgeber*in selbst Kinder und/oder Enkel*innen hat, sprich sie/ihn darauf an.
  • Die Klimakrise wird auch Eure Branche treffen. 
  • Je früher der Umbau zu einer CO2-neutralen Wirtschaftsweise begonnen wird, desto leichter fällt die Umstellung.
  • Vielleicht gehört Dein Unternehmen ohnehin zu den Vorreitern in Sachen Klimaschutz? Umso wichtiger, Euch gegenüber der Politik Gehör zu verschaffen, denn viele von den weniger nachhaltigen Unternehmen tun dies bereits.
  • Für das Image Eures Unternehmens/ Eurer Abteilung ist es gut, sich öffentlich zum Klimastreik zu bekennen – das zeigt, dass ihr an die Zukunft denkt.
  • Wenn die Unternehmensführung das politische Engagement von Euch Beschäftigten unterstützt, seid ihr am Montag auch wieder motivierter bei der Arbeit.
  • Sage Deiner*m Arbeitgeber*in zu, unaufschiebbare Aufgaben vorzuarbeiten und versäumte Arbeit bald nachzuholen.
  • Die Teilnahme an den Demonstrationen kann zum Beispiel als „Betriebsausflug“ organisiert werden, so dass die Teilnahme für Deine Mitarbeiter*innen als Arbeitszeit gilt. 
  • Eine ganze Reihe von Unternehmen macht schon mit und beteiligt sich am Klimastreik. Eine Liste von Unternehmen, die sich am Klimastreik beteiligen, findest Du hier: www.klima-streik.net

Der 20. September ist kein Tag wie jeder andere. In den Medien wird vorher deutlich werden, dass richtig viele Menschen demonstrieren gehen. Also: Die Chancen stehen gut, dass Ihr gemeinsam als Team zum Klimastreik gehen könnt. Bestenfalls zählt Euer Engagement dann sogar als Arbeitszeit. Wenn das nicht geht, bleiben immer noch folgende Möglichkeiten:
 

Wer sich für die Zeit der Teilnahme am Klimastreik freinimmt, ist rechtlich auf der sicheren Seite.Dazu gibt es verschiedene Optionen:

  • Nimm Dir eine verlängerte Mittagspause. Schon zwei statt einer Stunde Pause ermöglichen Dir die Teilnahme an den Protesten, wenn sie nicht allzu weit von Deiner Arbeitsstelle entfernt stattfinden. Kannst Du nicht länger pausieren, ist es vielleicht trotzdem möglich, wenigsten kurz in der Mittagspause bei der Demo vorbeizuschauen. Wichtig ist an dem Tag, dass wir alle gemeinsam ein starkes Zeichen für den Klimaschutz setzen – das heißt aber nicht, dass Du den ganzen Tag dabei sein musst. Sei solange dabei, wie du kannst. Hauptsache Du machst mit!
  • Viele Arbeitnehmer*innen haben ein Arbeitszeitkonto. Falls auch Du dazu gehörst, nutze Deine Teilnahme am Klimastreik um Überstunden abzubauen. Gegebenenfalls ist es auch möglich, die versäumten Stunden später nachzuarbeiten, falls Du gerade keinen Überstundenberg vor Dir herschiebst. In größeren Betrieben sind die Regelungen zu den Arbeitszeitkonten oft in einer Betriebsvereinbarung festgehalten.
  • Nimm Dir für den Klimastreik einen Tag Urlaub. Dein*e Arbeitgeber*in wird dem Wunsch in der Regel nachkommen, wenn keine wichtigen betrieblichen Gründe dagegensprechen. Falls es Einwände gibt, versuche die Bedenken Deiner*s Vorgesetzen auszuräumen und Lösungen aufzuzeigen, wie die versäumte Arbeit vorgezogen oder nachgeholt werden kann. 
  • Wenn Du keine Urlaubstage mehr in diesem Jahr haben solltest, könntest Du auch versuchen, einen Tag unbezahlten Sonderurlaub zu erhalten. Einen Anspruch darauf gibt es aber nicht. Hier bist Du also auf das Wohlwollen Deiner*s Vorgesetzten angewiesen.
  • Wenn Du Schicht arbeitest, versuche mit einer/ einem Kolleg*in zu tauschen, der/ die nicht plant am Klimastreik teilzunehmen.
     

Wenn Du Kinder hast, ist es gut möglich, dass sie über Fridays for Future sowieso am Klimastreik teilnehmen wollen. Dann kann es ein schöner Familienausflug sein, wenn die Eltern ihre Kinder begleiten. Wenn Du in der Zeit des Klimastreiks selbst (kleinere) Kinder zu betreuen hast, bring sie einfach mit. Die Demonstrationen sind friedlich und familienfreundlich. Obendrein lernen Deine Kinder so gleich etwas über politische Partizipation.

In den meisten Fällen ist es auch mit körperlichen Einschränkungen möglich, sich an den Demos zu beteiligen. Wende Dich im Zweifelsfall an die örtliche Gruppe von Fridays for Future, die gerne weiterhilft: fridaysforfuture.de/regionalgruppen/ 

Uns ist klar, dass es gute Gründe geben kann, warum Du am 20. September nicht am Klimastreik teilnehmen kannst. Doch auch dann gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Bewegung zu unterstützen: 

  • Bestell Dir Flyer und Plakate und hilf, den Klimastreik zu bewerben: www.klima-streik.org/plakate-flyer,
  • Rede mit Freund*innen, Nachbar*innen und Bekannten über die Demos und überzeuge sie davon mitzumachen,
  • Mobilisiere über Deine Social Media-Profile für den 20. September und bekunde deine Solidarität (#AlleFürsKlima, #Klimastreik). Sharepics und Webbanner gibt es unter: www.klima-streik.org/downloads,
  • Unterstütze den Klimastreik mit Deiner Spende: www.klima-streik.org/spenden
     

Wenn ganze Abteilungen oder sogar Betriebe am 20. September die Arbeit niederlegen, sendet das ein sehr starkes Signal der Dringlichkeit: Nicht nur die eigenen Mitarbeiter*innen, sondern auch Kund*innen und Geschäftspartner*innen und nicht zuletzt die Politik merken, wie ernst Deinem Unternehmen die Sache ist. Du würdest Dich damit in guter Gesellschaft befinden: Tatsächlich hat eine Reihe von Firmen bereits angekündigt, sich am Klimastreik zu beteiligen.

Die Teilnahme an den Demonstrationen kann zum Beispiel als „Betriebsausflug“ organisiert werden, so dass die Teilnahme für Deine Mitarbeiter*innen als Arbeitszeit gilt. 

Als zweitbeste Möglichkeit bleibt, den Mitarbeiter*innen die Teilnahme am Klimastreik zu ermöglichen, indem großzügig Urlaub gewährt wird, auch wenn dies bedeutet, dass bestimmte Arbeiten sich verzögern oder Kunden einmal warten müssen. Das heißt auch, dass Du keine wichtigen Termine oder Besprechungen für den Freitag, den 20. September planst und Deinen Angestellten so ermöglichst, an dem Tag frei zu nehmen. 

Mach Deine Unterstützung sichtbar

Zeig Deine Unterstützung für die Anliegen von Fridays for Future: 

  • Hänge in Deinem Betrieb Plakate auf und lege Flyer für den Klimastreik aus.
  • Wenn Dein Betrieb für den Klimastreik schließt, hänge Schilder auf, die erklären, warum der Betrieb am 20. September (oder zumindest für einige Stunden an dem Tag) geschlossen bleibt. Und vergiss nicht, eine entsprechende Ansage auf dem Anrufbeantworter zu hinterlassen.
  • Mach mit Plakaten oder Fahnen Dein Unternehmen bei den Klima-Demos sichtbar.
  • Informiere Fridays for Future über Deine Beteiligung am Klimastreik: fridaysforfuture.de/kooperationen/